Sonntag, 28. Oktober 2012

Grand BT Scenario: Das war's!

Es ist wie immer: Man arbeitet monatelang auf etwas hin, freut sich wie Schnitzel auf das Event und dann ... ist es auch schon wieder vorbei. Aber schön war's! Vor allem ist es toll gewesen, viele "alte" Gesichter wieder zu sehen. (jaja, wir werden alle nicht jünger) ;-)

Das Szenario konnten wir allerdings aus Zeitgründen nicht beenden. Zu groß waren die beiden von mir angesetzten Einheiten, zu weitreichend die Ziele. Da hätte man locker noch einen zweiten Spieltag mit weiteren 12 Stunden Zockzeit gebraucht. Ist mir eine Lehre fürs nächste Mal, wenn wir ein anderes Szenario spielen. Wird wohl wieder im Frühjahr soweit sein, wenn das Wetter wieder besser ist (Pfui, Schnee!) und die Leute sich vom letzten Mech-Marathon erholt haben.

Zum Szenario selbst:

Wir schreiben das Jahr 3029, der 4. Nachfolgekrieg ist voll im Gange. Das 5th Syrtis Fusiliers RCT prescht voran, um Sarna im Handstreich zu nehmen, dabei werden zwei Füsilier-Bataillone von der verteidigenden McCarron's Armored Cavalry bei der Landung praktisch vollkommen vernichtet. Das dritte Bataillon kann der Umklamerung in einem Gewaltmarsch in der Nacht entkommen und soll einen Industriekomplex in der Nähe sichern, der auch über einen kleinen Luft-Raumhaften verfügt. Dort sollen Verstärkungen eintreffen und der Invasion neuen Schwung verleihen.

Ich habe das Szenario an die historische Bürgerkriegsschlacht Gettyburg von 1863 angelehnt. Truppen beider Seiten treffen bei dem Komplex aufeinander und initieren damit eine größere Schlacht, die so niemand geplant hatte. Die Verteidiger bestehen zu Beginn nur aus leichten bis mittelschweren Scout-Mechs und entsprechend damit der Unions-Kavalerie des historischen Vorbilds. Ein paar Milizen (Panzer und Infanterie) sowie eine "Werkslanze" mit je einem Light, Medium, Heavy und Assault verstärken ab Runde 3 die Verteidiger. Die Angreifer führen dagegen gleich zwei schwere Mech-Lanzen höchster Güte ins Feld. Wenige Runden später folgen zwei weitere schwere Lanzen gleicher Qualität. Damit hat das 5th Syrtis Fusiliers RCT zu Beginn die höhere Kampfkraft und mehr als doppelt so viele Reichweitenwaffen (LRMs und PPCs) wie die Verteidiger.

Allerdings schienen gestern die angreifenden Spieler dem Frieden nicht zu trauen und statt einfach direkt über eine stabile Brücke auf die Stadt bzw. die davor liegenden Höhenzüge zu marschieren, wählten sie einen Umweg über die linke Flanke. Da ich vor Szenariobeginn die Fließgeschwindgkeit des Flusses als "Reißend" definiert hatte und entsprechend hohe Standwürfe beim Durchqueren nötig waren, fielen rund vier Mechs beim Betreten desselben. Geflutet wurde jedoch keiner, allerdings brachte das den Verteidigern Zeit. Die konnten nämlich erst ab der 13. Runde mit Verstärkung in Form von schweren Mech-Lanzen rechnen.

Die Verteidiger kämpften hinhaltend und boten immer wieder Ziele an, um dann zu verschwinden und unbeschädigte Mechs zu präsentieren. Aus dem Hintergrund feuerten unablässlich die wenigen LRM-Träger. Sie konnten zwar in kaum einer Runde hohen Schaden zufügen, aber auf Dauer stiegen die Schäden auf Seiten der Angreifer. Zumal sie sich dazu verführen ließen, nicht an der linken Flanke geradeaus zu marschieren und die flachen, unbewaldeten Hügel zu überrollen, sondern Schutz hinter den höheren, bewaldeten Hügeln zu suchen. Das erinnerte etwas an die Kämpfe um den Little Round Top in Gettysburg.

So kam es wie es kommen musste, zwar fügten die Angreifer den Verteidigern nach und nach Verluste zu, kamen aber selbst nur langsam voran und verloren dabei auch drei schwere Mechs, ein Stalker war bereits sehr schwer beschädigt und auf der Flucht. Als dann endlich der Weg halbwegs frei und weitere Davion-Verstärkung in Form von mittelschweren, schnellen Lanzen auf dem Gefechtsfeld eintraf, zogen auf der Gegenseite die schweren Einheiten der McCarron's Armored Cavalry rein.

Das Resultat:

Da wir das Szenario aus Zeitgründen nicht zuende spielen konnten, muss man die Situation als Unentschieden werten. Allerdings hatten sich die Verteidiger bereits erhebliche Vorteile in Form von Zeitgewinn und drei bis vier abgeschossenen Angreifer-Mechs erspielt. Es wäre jetzt spannend geworden, ob die schnellen Davion-Einheiten ausreichend Kampfkraft und taktisches Geschick bewiesen hätten, um die schweren Mechs der McCarron's Armored Cavalry besiegen und aus der Stadt fegen zu können. Der Durchbruch auf der rechten Liao-Flanke, wo die schweren Davion-Mechs angriffen, war jedenfalls nur eine Frage der Zeit. Allerdings nur unter weiteren schweren Verlusten, da dort noch einige Panzer wie zum Beispiel zwei Ontos Heavy Tanks und zwei Von Luckner lauerten.

Ich plane, das Szenario mit etwas weniger Umfang und mit ein paar Leuten aus der Umgebung erneut zu spielen. Natürlich mit leicht angepassten Siegbedingungen und Szenarioregeln. Bin gespannt, wie es dann ausgeht. Hier noch ein paar Bilder vom gestrigen Gefechtstag.











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